Montag, 14. März 2016

Auslandstierschutz 2008 (2016 gelesen und für immer noch aktuell befunden)


11.11.2008
Auslandstierschutz
Auslandtierschutz ein ganz wichtiges Thema
was im Süden und Osten Europas mit Hunden und Katzen passiert ist eine sehr schlimme
Sache. Tiere werden dort behandelt wie es auch hier vor 50 Jahren noch üblich war.
Dass wir heute unsere Augen nicht mehr vor solchen Misshandlungen verschließen
bedeutet auch, dass sie eine große Verantwortung Auslandsgeschäfts haben.
Es ist unumgänglich, dass in diesen Ländern etwas zu Gunsten der Tiere bewegt wird
und wir uns engagieren.
Fachleute aus der Tiermedizin und aus der Verhaltensforschung sehen allerdings auch
andere Wege als die Tiere nach Deutschland zu bringen und den Süd und Osteuropäern alle Verantwortung abzunehmen.
Auch ich halte es für unseriös ein Geschäft mit dem Mitleid zu machen.
Gerade kurz vor Weihnachten, in einer Zeit, wo sehr viele Menschen überlegen,
einen Hund anzuschaffen, halte ich die oft emotionale Berichterstattung über
die Tötungsstationen für sehr verantwortungslos.
Im Internet stellen sich alle" Tierschutzorganisationen" als verantwortungsvoll,
gesetzestreu und seriös dar. Doch selbst bei denen, wie es wirklich gut mit den
Tieren meinen, ist nicht alles so rosarot, wie es dargestellt wird.


Gesundheit:
Heimtierausweis:
Wer mit seinem Haustier in das EU-Ausland reisen will, der benötigt seit
1. Oktober 2004 einen EU-Heimtierausweis. Ein EU-Heimtierausweis ist für Reisen in
alle EU-Länder für Hunde, Katzen und Frettchen vorgeschrieben. Die Vorschriften für den EU-Heimtierausweis gelten auch für die Einfuhr von Heimtieren aus Drittländern in die EU.

Der EU-Heimtierausweis muss dem Tier eindeutig zuzuordnen sein, d.h. das Tier muss
durch einen injizierten Mikrochip identifizierbar und die Kennzeichnungs-Nummer im
Pass eingetragen sein. Im EU-Heimtierausweis muss neben Angaben zum Tier und seinem
Besitzer auch der tierärztliche Nachweis enthalten sein, dass das Tier über einen
gültigen Impfschutz gegen Tollwut verfügt.

  * Halter des Tieres mit Adresse
  * Optional ein Photo des Tieres
  * Name, Art, Geschlecht des Tieres einschließlich Geburtsdatum (sofern vorhanden) und Fellkleid
  * Mikrochipnummer und Datum der Implantation mit Implantationsstelle
(Bis 2011 reicht auch eine Tätowiernummer: Nummer der Tätowierung und Datum)
  * Alle Impfungen mit Datum, Gültigkeit und dem ermächtigten Tierarzt.

 Auf Einband und jeder datentragender Seite muss die individuelle Kennnummer stehen.
Diese Nummer besteht aus dem Code des Mitgliedstaates – zum Beispiel
DE für Deutschland – einer Firmenchiffre (beispielsweise 02) sowie der
fortlaufendenden Nummer.
Der EU-Heimtierausweis muss mit Ausnahme des Einbands zweisprachig ausgestellt sein.
Die Impfpässe, die ich in meiner Hundeschule Familienhund-Akademie regelmäßig von
Auslandshunden zu sehen bekomme und was mir auch viele Tierärzte bestätigen, haben oft
nicht die geringsten Anforderungen an einen internationalen Heimtierausweis.

- keine Länderkennzeichnung (es handelt sich hierbei nicht um einen offiziellen
Tierausweis, sondern um ein kostengünstig hergestelltes Papier)
- unrealistische fortlaufende Nummer (z.B. 0000000117, was bedeutet das erst
117 Hunde in dem entsprechenden Land geimpft worden sind. Innerhalb von vier Jahren
sehr unwahrscheinlich.)
- angegebene Mikrochip Transpondernummer nicht identisch, mit der wirklichen
Transpondernummer. (Falsches Dokument zum richtigen Hund oder umgekehrt)
- keine international anerkannten Impfpatches in den dafür vorgesehenen Feldern.
Oft nur eine kaum leserliche Unterschrift, keine Seriennummer der Impfvakzine.
- Datierung der Impfung oft deutlich kürzer als drei Wochen vor der Ausreise.
(D.h. Noch kein wirkungsvoller Impfschutz)
Weitere gesundheitliche Aspekte:
südlich des 45. Breitengrades gibt es einige Krankheiten, über die zukünftige
Hundehalter unbedingt informiert sein müssen.

Leishmaniose:
vermutlich die wichtigste Importparasitose. Die Inkubationszeit beträgt zwischen
1 und 18 Monaten und so kann auch durch den so genannten " Mittelmeerscheck" nur
bedingt nachgewiesen werden. Selbst wenn Hunde, die einen negativen Leishmaniose Test
haben, können noch anderthalb Jahre später an dieser Krankheit erkranken. Ganz
besonders durch Stress (Einfangen durch Hundefänger, Tierheimaufenthalt,
Transport verbunden mit Klimawechsel, Futterwechsel und Eingewöhnungsstress) kann die
Krankheit ausbrechen Um die einzelligen Parasiten nachweisen zu können, sind
umfangreiche und kostspielige Blutuntersuchungen nötig. Auch die Behandlungskosten,
die den Hund dann lebenslang begleiten werden, steigen oft in exorbitante Höhen.
Die Übertragung findet durch die inzwischen auch in Deutschland nachgewiesene
Sandmücke oder auch durch Blutkontakt statt. Da es sich um eine so genannte
Zoonose handelt, ist dieser Krankheit auch auf Menschen übertragbar. Hier sind ganz
besonders Kinder gefährdet, da ihr Immunsystem noch unvollständig ausgebildet ist.

Die so genannten "Tests" sind oft das Papier nicht wert, auf dem sie geschrieben sind.
Jeder Tierarzt wird bestätigen können, dass er schon mehrmals Untersuchungsberichte
gesehen hat, die eine andere Transpondernummer als der zu untersuchende Hund, eine
Kopie von der Kopie von der Kopie waren, einen hand- gezeichneten " Stempel" aufwiesen,
oder ein Datum in der Zukunft.
Erstens riskiert man auch bei seriösen Tiervermittlern einen kranken Hund zu sich
zu nehmen. (Das steht sogar auf einigen Internetseiten, die in ihrem Beitrag empfohlen
wurden) zweitens setzt man einheimische Hunde unter einen vermeidbaren
Infektionsdruck. (Kein Hund aus unseren Breitengraden hat Antikörper gegen die
Leishmaniose ausbilden können und müssen. Daher besteht eine größere Wahrscheinlichkeit
an dieser Parasitose zu erkranken, wenn intensiver Kontakt mit einem infizierten
und/oder erkrankten Hund besteht.

Ehrlichiose:
auch diese Infektion ist auf den Menschen übertragbar (zoonos). Überträger von
infizierten Hunden auf gesunde Hunde oder den Menschen ist die braune Hundezecke.
Mit einer Inkubationszeit von acht 20 Tagen ist relativ schnell ein Nachweis zu erbringen. Eine Behandlung mit Antibiotika und/oder Bluttransfusionen ist Erfolg versprechend.
Dennoch: ein vermeidbares Risiko.

Babesiose:
Bisher auch nur in südlichen Ländern bekannt, werden mit der vermehrten Einfuhr von
Hunden aus Spanien, Griechenland, Türkei etc. Immer mehr Fälle in Deutschland bekannt.
Die Babesiose wird durch verschiedene Zeckenarten übertragen und kann so auch den
Menschen infizieren. Trotz Therapie liegt die Sterblichkeitsrate bei infizierten
Personen bei zirka 50%

Dies sind nur drei der 11 wichtigsten Infektionskrankheiten, mit denen Hunde aus
Süd oder Osteuropa einheimische Hunde oder auch Menschen anstecken können.
Umfangreiche Informationen finden sich unter anderem auf der Seite www.parasitus.com


Weitere gesundheitliche Aspekte:
- der Klimawechsel macht etlichen südeuropäischen gerade in den ersten zwei-drei Jahren
erheblich zu schaffen. Infektionen der oberen Atemwege (Sinusitis, Bronchitis),
Lungenentzündung, Blasen,- und Nierenerkältungen sind ein häufiger Grund für vermehrte
Tierarztbesuche.
- allgemein geschwächtes Immunsystem durch gravierende Veränderungen im Leben.
- Tierärzte haben es manchmal sehr schwer mit der Diagnostik, da teilweise bewusst oder
 unbewusst Informationen über den Hund verschwiegen oder verändert werden.


Rechtliches:
Die EU Kommissionen haben neben den Impfbestimmungen weitere Grundsätze zum
Import von Hunden festgelegt. Zweifelsohne zum Wohle der Tiere. So ist es zum Beispiel
nicht erlaubt, Welpen, die jünger als 12 Wochen sind, ohne ihre Mutter nach
Deutschland zu bringen. So erlebe ich häufig verstörte Hundekinder, die deutlich älter
gemacht werden als sie sind.

Ethik:
Die Werbung:
Die Bilder sind einheitlich: halb verhungerte, verletzte und erbärmliche Hunde in
unwürdigen Verhältnissen. Wahlweise traurige Augen hinter rostigen Gitterstäben.
Ganz dringende Notfälle werden auf den Internetseiten blinkend dargestellt, mit
Texten wie: in letzter Sekunde aus der Tötungsstation gerettet oder herzloser Bauer
schmiss diesen entzückenden Welpen halb tot in den Straßengraben.
Dann wird geschildert, unter welchen Mühen und Kosten das Tier wieder aufgepäppelt
wurde und jetzt dringend liebevolle Menschen in Deutschland sucht.
Je dramatischer die Bilder, je heftiger die Verletzungen umso besser die
Vermittlungschancen. Charakterlich werden diese Hunde als treu, unendlich dankbar,
liebevoll, manchmal als ängstlich aber immer als charaktervoll und lieb beschrieben.
Ein Barbar, dem da nicht das Herz aufgeht. Jeder Tierschutzgedanke wird einem
abgesprochen, wenn man nicht hinter dieser "guten Sache" steht.
.
Der Vergleich:
" sind deutsche Hunde etwa mehr Wert, als die spanischen?" Nein, selbstverständlich
nicht, aber jeder der Tierschutz ernsthaft betreiben möchte hätte in Deutschland
schon alleine so viel zu tun, dass ein 24 Stunden Tag kaum ausreichen würde um alle
dringenden Notfälle zu retten.
Auch hier gibt es:
- halb verhungerte Hofhunde, die an Ketten gehalten werden.
- ungewollte Welpen, wie erschlagen werden
- Jagdhunde, die nach der Hatz wie ein Gerät in den Zwinger oder Schuppen
gesperrt werden
- Welpen, die nur als Spielzeug für die Kinder angeschafft werden
- Hunde die an Autobahnen oder Bahngleisen ausgesetzt werden
- Hunde die nicht mehr laufen können, weil sie zu fett gefüttert wurden
- Hündinnen, die als Gebärmaschinen missbraucht werden
- Menschen, die sich eine notwendige medizinische Betreuung ihrer Hunde nicht
leisten können
- Menschen, die wegschauen, wenn Hunde gequält werden
- Menschen, die sich über Gesetze hinwegsetzen, ohne Rücksicht auf das Tier
Mehr als genug Arbeit für Tierschützer vor der eigenen Haustür

Der Preis:
200 bis 300 € zahlen Adoptionswillige für ihren Hund aus dem Ausland an die
Tierschutzorganisation. Diese Summe ist eine Mischkalkulation von kostenintensiven
Tieren und Tieren, die weniger Geld" verbrauchen". Als Kostenfaktoren u.a. aufgezählt:


Leistung Kosten in Spanien Ca. Kosten in Deutschland (GOT)
Impfung 8,- bis 40,00 €8,00 bis 42,00 €
EU Impfass 5,00 €3,44 €
Wurmkur Ca. 15,00 €5,15 €
Kastration eines Rüden 60,00 bis120,00 €45,81 €
Kastration einer Hündin 120,00 bis 170,00 €142,16 €
Mikrochip 12,00 €5,72 € (ab dem 5. Tier 4,58 €)
Transportkosten Ca. 60 €
( Auf Anfrage bei Fluggesellschaften 30,00 € oder kostenlos)
Kosten Rüde 160,00 € bis 252,00 €68,12 € bis 102,12 €
Kosten Hündin 220,00 € bis 302,00 €164,47 € bis 198,47 €
Sind die Tierärzte in Spanien, in der Türkei, in Griechenland oder wo auch immer so
viel teurer als in Deutschland? Gibt es keine Absprachen, dass für
Tierschutzorganisationen Leistungen günstiger erbracht werden? Wo sind die ganzen
Tierärzte, die gerade in Südeuropa Gratis Kastrationsaktionen anbieten?
Wie kommt das, dass die Flug und Transportkosten doppelt so hoch sind wie bei den
Fluggesellschaften angegeben?
Die wenigsten Auslandstierschutz Organisation erbitten Spenden für gezielte
regelmäßige und kontrollierte Kastrationsaktionen. Das Geld wird erbeten für
Einzelschicksale, Verbesserung der Lebenssituation, den Einkauf von Futter, dem
Umbau/Neubau von Auffangstationen, um Hunde aus den so genannten Perreras frei zu
kaufen. Würde eventuell eine Geschäfts Quelle versiegen, wenn der deutsche Markt nicht
mehr regelmäßig mit Not leidenden Welpen, gequälten oder geretteten Hunden
versorgt werden könnte? Nun, gespart wird häufig wie o.g. oft schon an den minimalsten Grundvoraussetzungen für eine Einreise nach Deutschland. (Impfung, Heimtierausweis, Mittelmeerscheck etc.)
Für einen Hund, der womöglich auch noch das Risiko einer Mittelmeerkrankheit nach
Deutschland bringt, ist das ein hoher Preis. In jedem Tierheim in Deutschland bekommt
man Hunde vermittelt, die nachweislich eine Gesundheitsprüfung und einen
vollständigen Impfstatus haben.

Anpassungsvermögen der Süd und osteuropäischen Straßenhunde:
Straßenhunde aus Süd und Osteuropa sind nicht an die Umweltbedingungen Deutschland
gewöhnt. In der Regel handelt es sich um selbstständig agierende Hunde deren
Anpassungs- vermögen an unser Leben aufgrund ihrer Vorgeschichte eingeschränkt sein
wird.
Diese Hunde waren nie von Menschen abhängig, oder haben schlechte Erfahrungen mit
Menschen gemacht. In ihrer neuronalen Struktur ist das Verhältnis zum Menschen nicht
oder nur mangelhaft ausgeprägt. Ihre Sozialisation erfolgte oft ausschließlich durch
Hunde und es ist für zukünftige Halter eine Herausforderung den Mindeststandard an
Erziehung und nach deutschen Verhältnissen angepassten Sozialverhalten zu erzielen.

 Oft handelt sich auch um Hunde die bisher keinen oder einen sehr negativ
geprägten Umgang mit dem Menschen hatten.
Auch das verbringen von Welpen nach Deutschland ist aus Verhaltensbiologischer Sicht
sehr kritisch zu betrachten. Die Welpen werden in einer entscheidenden Prägung und Sozialisierungphase von ihrer Mutter und den Geschwistern getrennt, erleben ein
Trauma durch die Quarantäne und den Transport und haben nicht gelernt eine positive
Bindung zu Menschen aufzubauen. Nicht selten zeigen die importierten Hunde ein
 hochgradig verunsichertes Verhaltensbild, was sie oft ein Leben lang begleitet und nur
durch intensives zielgerichtetes Verhaltenstraining halbwegs zu kompensieren ist.
Durch die permanente Überforderung, die unsere zivilisierte Gesellschaft für diese Hunde
 mit sich bringt, leben diese Hunde häufig im Dauerstress. Der wiederum bedingt ein
geschwächtes Immunsystem, was das Auftreten von Infektionskrankheiten begünstigt.

Seriöse Anbieter:
Für den adoptionswilligen Menschen ist es schwer bei der schier nicht enden wollender
Flut von Angeboten tatsächlich einen seriös arbeitenden, die Gesetzeslage
beachtenden und im fachlichen Umgang mit den Tieren servierten Anbieter zu finden.
Auf den Internet Präsenzen stellen sich lückenlos alle Auslands Tierschützer als
altruistische, internationale praktizierende Tierliebhaber dar, die nur mit allerhöchster Verantwortlichkeit, Fürsorge und Fachkenntnis die Tiere retten, vermitteln,
transportieren lassen und auch bei später aufkommenden Fragen jederzeit für die
Hundehalter und natürlich auch den Hund da sind.
Tatsächlich wird dieses Thema aber überwiegend emotional diskutiert und so sind
zukünftige Auslandshund Besitzer und auch die importierenden Tierschützer für
Gegenargumente kaum zugänglich. Oft ist es ein Foto, woraufhin man sich unsterblich
in genau diesem Hund verliebt hat. Da spielt es im Nachhinein kaum eine Rolle, wenn der
Impfpass gar keiner ist, die Impfungen seitlich in keine gesetzliche Regelung passen,
wenn der Hund dann doch krank ist, höhere Kosten auf einen zukommen als ursprünglich
geplant. Weil man ja auch eine emotionale Verantwortung übernommen hat mit der
auch die finanziellen Belastungen einhergehen.
Der deutsche Tierschutzbund bezieht eindeutig Stellung zum Thema
Auslandstierschutz: Hilfe zur Selbsthilfe!
Auch die tierärztliche Vereinigung für Tierschutz bezieht einen klaren Standpunkt:
Enge Zusammenarbeit und Aufklärung zwischen Tierschutzorganisationen,
Veterinärbehörden und der Bevölkerung in den jeweiligen Ländern.
Der Verein Parasitus Ex, der wohl in Europa führend in der Erforschung und Bekämpfung
von so genannten Mittelmeerkrankheiten ist, macht deutlich, dass es kaum etwas mit
Tierschutz zu tun hat einheimische Populationen aus Unwissenheit zu gefährden, sondern
dass es sowohl praktizierter Tier wie auch Menschen Schutz wäre, die Überträger der
Krankheiten im Ursprungsland zu bekämpfen dadurch eine Ausbreitung der Krankheit zu
verhindern und damit zu einem anderen Mensch/Tierverhältnis zu kommen.
Diesen Organisationen möchte ich neben dem Tierschutz Gedanken durchaus fachliche
Kompetenz und Seriosität unterstellen.
Es ist mir nicht gelungen im Internet einen Anbieter zu finden, der Hunde aus dem
Ausland vermittelt, der mit einer dieser Organisationen zusammenarbeitet, sich
regelmäßig austauscht oder sogar Mitglied ist.
Kann vielleicht doch neben überschäumender Tierschutzarbeit ein finanzielles
Interesse hinter der Vermittlung von Hunden aus den Perreras stecken?

Folgen für hiesige Tierheimhunde:
Der regelmäßige Import von Hunden aus Süd und Osteuropa bedeutet das hiesige
Hunde deutlich weniger aus dem Tierheim vermittelt werden. Da die Auswahl unbegrenzt
ist, steht es jedem interessierten frei sich einen Welpen oder einen anderen
„Wunschkandidat“ vermitteln zu lassen. Generell ist zu beobachten dass die meisten
Hunde die in den Pflegestellen sitzen tatsächlich eher leicht vermittelbare kleine Hunde,
junge Hunde oder Welpen sind. Das bedeutet, dass große und ältere Hunde oft nicht
so gut vermittelbar sind und deutlich länger in den Tierheimen bleiben. Da keiner der
 deutschen Hunde von der Tötungsstation bedroht ist, entwickelt sich bei den
Interessenten nicht mal ansatzweise ein derartiges Mitleidgefühl.


Haltung gegenüber den Ost und südeuropäischen Ländern gegenüber:
Dadurch, dass wir alle Hunde die im Elend geraten retten, besteht für die Länder,
in denen diese üblen Missstände in der Tierhaltung leider noch an der Tagesordnung sind,
kaum ein Handlungsbedarf auf der Gesetzesebene etwas zu verändern.
Die Tierschützer räumen ihnen ja alle Probleme aus dem Weg und dann gilt: aus den Augen
aus dem Sinn. Es wäre weitaus sinnvoller vor Ort Aufklärung und Informationskampagnen durchzuführen, so wie die Spendengelder für Kastrationsaktionen zu verwenden und
auf politischer Ebene dafür zu sorgen, dass der Tierschutz Standard in diesen
 Ländern gesetzlich besser geregelt wird.

Keine Kommentare: